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„Wer liebt wirklich die Tiere?“ – Ein ehrlicher Blick in den Alltag des Tierschutzes

  • 23. Dezember 2025
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Unsere Hunde haben in der Türkei seit jeher am meisten unter Zweibeinern gelitten – und leider hat sich daran bis heute kaum etwas geändert. Die sogenannten „Tierfeinde“ fügen unseren Tieren Leid zu, nehmen ihnen das Leben. Doch ebenso schlimm ist die andere Seite: Menschen, die sich als „Tierfreunde“ ausgeben, aber die Tiere ausnutzen, um Spenden zu sammeln. Während die einen töten, benutzen die anderen die Hunde zum Betteln. Beide Seiten fügen unseren Hunden und Katzen großes Unrecht zu.
Ich frage mich immer wieder:
Warum haben so viele, die sich „tierlieb“ nennen, keinen Hund in ihrem Zuhause?
Und wenn sie einen haben – warum steht er im Garten, angebunden, allein, abgeschoben?
Wäre jeder „Tierfreund“ bereit gewesen, einen Hund wirklich zu adoptieren, Verantwortung zu übernehmen und kastrieren zu lassen, dann hätten wir heute dieses riesige Problem nicht. Doch viele, die auf offenen Feldern Hunde füttern, lehnen Kastration ab: Die einen sagen „Sünde“, die anderen „Sollen doch werfen – je mehr Hunde, desto mehr Spenden“. Und so verschwimmt die Grenze zwischen echten Tierliebhabern und Heuchlern.
Ich erzähle nur aus meiner eigenen Erfahrung:
Im ….. leben fast 500 Hunde. Wenn ich morgens dort ankomme, laufe ich zuerst die fünf Hektar große Fläche ab, kontrolliere jedes einzelne Gehege und sehe mir die Kameras an. Danach beginnt die Arbeit: reinigen, Wasser auffüllen, Tore öffnen, Futter verteilen – und dabei dabeibleiben, damit kein Kampf entsteht. Wieder Wasser auffüllen.
Danach repariere ich, was kaputt ist: Zäune, Hundehütten, Türen. Der Tierarzt kommt, wir machen unsere regelmäßigen Kontrollen. Wenn Hütten fehlen, bauen wir neue. Und ständig werden neue Hunde gebracht.
Der ganze Tag ist ein einziger Wettlauf. Oft esse ich nichts. Und abends, wenn ich gegen sieben Uhr alle wieder versorgt, kontrolliert und in ihre Bereiche gebracht habe, schließe ich das Tor – und lasse mein Herz dort.
Darum kann ich nicht jeden Tag live posten oder Videos drehen. Ich vergesse es sogar oft. Mein Kopf ist voll mit Sorgen um diese unschuldigen Seelen. Aber in den sozialen Medien sehe ich Menschen, die aus Tierschutz eine Show machen. Sie haben Zeit für perfekte Videos und schöne Posen – und zu ihnen fließt dann auch das Geld.
Und etwas verstehe ich wirklich nicht:
Warum bekommen muskulöse Männer oder künstlich „perfekte“ Frauen – blonde Haare, volle Lippen, gemachte Gesichter – mehr Aufmerksamkeit als die Hunde, um die es eigentlich gehen sollte?
Geht es hier um Tiere oder um Selbstinszenierung?
Ich bin müde.
Wirklich müde.
Wenn jemand das Tierheim übernehmen möchte – bitte. Ich liebe diese Hunde von ganzem Herzen, aber mit fast 500 Seelen allein zu kämpfen, ist kaum noch zu schaffen.
Ich will nur, dass man versteht:
Echte Tierliebe passiert nicht vor der Kamera, sondern dort, wo niemand zusieht.
Ps. „Aus Sicherheitsgründen sollen Name und Tierheim nicht veröffentlicht werden.“
Verletzungen von Tierrechten, mutmaßliche illegale Aktivitäten und Aufruf an die Öffentlichkeit
Was für eine Welt, was für eine Gerechtigkeit?
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